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08.12.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Schwarzes Gold am Kap

Südafrika hat ambitionierte Klimaziele. Wirtschaft auf lange Sicht von Kohle abhängig. ANC verdient kräftig mit

Christian Selz, Port Elizabeth
Südafrikas Energieministerin Elizabeth Dipuo Peters verkündete auf dem Weltklimagipfel in Durban in der vergangenen Woche Verblüffendes: 37 Milliarden Euro wolle das Land in den kommenden 20 Jahren in Atomkraftwerke investieren, um daraus 23 Prozent seines Energiebedarfs zu decken. Darüber hinaus soll der Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung auf 48 Prozent angehoben werden. Mehr als Luftschlösser dürften die vollmundigen Versprechen nicht sein, denn die Kaprepublik ist langfristig von ihren reichen Steinkohlevorkommen abhängig. 90 Prozent des südafrikanischen Stroms kommen zur Zeit aus dieser fossilen Quelle – und Peters’ eigene Partei, der regierende African National Congress (ANC), ist dafür verantwortlich, daß sich daran so schnell nichts ändern wird.

Erst im April vergangenen Jahres hatte die Weltbank der südafrikanischen Regierung einen Kredit über umgerechnet 350 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um ein neues, riesig...

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