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08.12.2011 / Ausland / Seite 7

Anachronistisches Überbleibsel

Am Sonntag wird in international nicht anerkannter Dnjestr-Republik gewählt

Knut Mellenthin
Am 11. Dezember könnte für den dienstältesten Präsidenten Europas die Stunde des Abschieds vom Amt schlagen. Seit 1990 ist Igor Smirnow Staatsoberhaupt der von keinem Land der Welt anerkannten, aber real existierenden Republik Pridnestrowje, die in Deutschland meist »Transnistrien« genannt wird. Am kommenden Sonntag können sich rund 400000 Wahlberechtigte zwischen dem 70jährigen Smirnow und fünf Gegenkandidaten entscheiden. Als aussichtsreichster seiner Mitbewerber gilt der neun Jahre jüngere Anatoli Kaminski, stellvertretender Vorsitzender der gegen Smirnow opponierenden Erneuerungspartei und Sprecher des von ihr dominierten Parlaments. Kaminski hat die offene Unterstützung Rußlands, dessen militärischer Beistand und finanzielle Hilfe die Existenz der Republik garantieren. In Moskau meint man, daß es Zeit für einen Wechsel sei. Aber eine ausgemachte Sache ist die Abwahl Smirnows, der sich zuletzt 2006 mit 82,4 Prozent der Stimmen durchsetzte, dennoch kei...

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