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07.12.2011 / Thema / Seite 10

Ressourcen, Handelswege, Absatzmärkte

Hintergrund. Der »arabische Frühling« hat Nordafrika verändert. Westliche Staaten und Unternehmen kämpfen erneut um Einfluß in der Region

Jörg Kronauer
Gleich mehrfach meldete sich das Auswärtige Amt zu Wort, als Ende November 2011 Zehntausende auf den Tahrir-Platz im Herzen Kairos strömten, um ihrem Protest gegen das ägyptische Militärregime Ausdruck zu verleihen. Auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) persönlich mischte sich ein. Ägypten, verkündete er, stehe »an einem Scheideweg«. Die erneuten Proteste zeigten es überdeutlich: Freie Wahlen müßten umgehend abgehalten werden. Die Arabische Republik sei »ein Schlüsselland« in der Region: »Wir müssen unsere ganze Kraft einsetzen, damit aus einem Transformationsprozeß ein wirklicher Wandel wird.« Denn Kairo, das ließ Westerwelle unerwähnt, besitzt für die deutsche Außenpolitik beträchtliche Bedeutung, weshalb man sich in Berlin entschieden dafür einsetzt, das Land vor einem Abgleiten in anhaltende Unruhen zu bewahren. Dafür sind Wahlen gut geeignet, weil sie einer Regierung eine gewisse Legitimität verschaffen. Die deutschen Interessen in Ägypten, die ...

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