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07.12.2011 / Antifa / Seite 15

»… nicht einmal heimlich zugelächelt?«

Trude Simonsohn erinnert sich an die Anfänge des Faschismus. Plötzlich hatte sie keine Freunde mehr

Gitta Düperthal
Immer wieder vergewissert sich die 90jährige jüdische Zeitzeugin Trude Simonsohn, ob die Mädchen und Jungen auch wirklich verstehen, wovon sie redet. Sie versucht, den Ton zu treffen, um bei den jungen Leuten anzukommen; erkundigt sich, ob »man heutzutage auch noch Streiche gegen Lehrer in der Schule macht«. »Klar doch« tönt es ihr aus dem Publikum entgegen. Bei den Schülern der zehnten Klassen der Heinrich-Böll-Schule in Rodgau und der Georg-Büchner-Schule in Frankfurt am Main hätte sie sich vielleicht gar nicht so bemühen müssen. Sie sind am Thema interessiert. Die Jugendlichen aus Rodgau sind in ihrer Freizeit am vergangenen Mittwoch ins Haus Gutleut in Frankfurt am Main gekommen, weil ihr Lehrer Andreas Winterhalder ihnen gesagt hat, daß es etwas ganz Besonderes sei, mit einer der letzten Überlebenden des Holocaust diskutieren zu dürfen. Aufmerksam hängen sie an den Lippen der Zeitzeugin, als hätten sie Angst, auch nur ein einziges Wort zu verpassen.

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