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26.06.2000 / Inland / Seite 0

»Wir wissen mehr, als bekannt ist«

Nach Waffenfunden und Polizistenmord: Verfassungsschutz und Bundesregierung benennen Gefahren militanter Nazistrukturen

Im September letzten Jahres versuchten Rechtsextreme, die Geschäftsstelle des Sozialistischen Jugendverbandes (SJV) in Berlin-Prenzlauer Berg anzugreifen. Zwei Neonazis hatten sich auf den Weg gemacht, um den linken Jugendtreff »Pesthund« mit Molotow-Cocktails zu attackieren. Kurz vor Erreichen des »Pesthund« hatten sie ihr Vorhaben aufgegeben, weil sie sich beobachtet fühlten. Die Verantwortlichen der SJV-Geschäftsstelle waren anfangs geschockt über diesen versuchten Brandanschlag, der erst durch Veröffentlichungen des Berliner »Tagesspiegel« vergangene Woche bekannt wurde. Wütend sind sie, erst ein Dreivierteljahr später von der Gefahr in einer Zeitung lesen zu müssen. Gegenüber jW äußerte ein Mitglied des SJV: »Die Polizei hat gegenüber unserem Geschäftsführer keinerlei Hinweise zur Bedrohung durch die Rechtsterroristen gegeben. Dadurch wurde das Leben der Verantwortlichen, der Gäste sowie der Anwohnerinnen und Anwohner gefährdet.« Zur Zeit des geplant...

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