Der Schwarze Kanal
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22.11.2011 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Ungewöhnliche Härte

Argentinien: Regierung verbietet Streiks bei staatlicher Fluggesellschaft

Johannes Schulten
Die frisch im Amt bestätigte argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner gilt als gewerkschaftsnah. Der Großteil der Lohnerhöhungen der letzten Jahre wurde ohne Arbeitskämpfe erreicht. Hielten es die Beschäftigten einer Branche einmal für nötig, ihren Forderungen durch Streiks Nachdruck zu verleihen, wurden sie in der Regel von ihr unterstützt.

Ein gerade zu Ende gegangener Arbeitskampf in der staatlichen Fluggesellschaft Aerolineas Argentinas hat jedoch ungewöhnlich harte politische Reaktionen der Regierung nach sich gezogen. Als sich Fluglotsen vom 11. bis 13. November weigerten, die Start- und Landebahnen freizugeben und alle internationalen Verbindungen für drei Tage gestrichen werden mußten, stellte die Präsidentin die Flugsicherung prompt unter Militärverwaltung. Arbeitsminister Carlos Tomada kündigte sogar ein Verbotsverfahren gegen die Gewerkschaft des technischen Luftpersonals (APTA) an. Erst Ende der Woche gab das Unternehmen bekan...

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