Der Schwarze Kanal
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24.06.2000 / Inland / Seite 0

Die Ostverträge der DDR

1950: Prager Erklärung und Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze. Ein Zeitzeuge erinnert

Horst Schneider

Die nach 1945 entstehenden deutschen Staaten hatten in einer Hinsicht eine ähnliche Verantwortung: die Beziehungen zu ihren Nachbarvölkern auf eine neue Grundlage zu stellen. Indessen waren die Bedingungen völlig verschieden, und das lag nicht nur an den unterschiedlichen Besatzungsmächten. Die »Westbindung«, die Adenauer propagierte und betrieb, wurde Konstante bundesdeutscher Außenpolitik, weil nur so die alten Macht- und Eigentumsverhältnisse die Niederlage überdauern konnten. Der Antisowjetismus war die politische Klammer für das Zweckbündnis, das schließlich in die NATO führte und das offiziell die Deutschen »unten« halten sollte (to keep the Germans down). Aber im Kalten und in einem möglichen heißen Krieg war das bundesdeutsche Potential im Rahmen der antisowjetischen Strategie unentbehrlich.

Die Aufgabe, die der DDR infolge geographischer Lage und Einbindung in die sowjetische Außenpolitik zukam, war ungleich schwieriger. Jahrhundertelang hatte Deu...

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