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19.11.2011 / Ansichten / Seite 8

Ablenkungsmanöver

Reaktionen auf »NSU«-Terror

Markus Bernhardt
Mit aller Macht wollen die Verfassungschutzämter und die Polizeibehörden der Länder von ihrer offensichtlichen Verstrickung in die blutigen Terrorakte des »Nationalsozialistischen Untergrundes« (NSU) ablenken. Wenn aber ein mit dem Spitznamen »kleiner Adolf« bekanntgewordener hauptamtlicher Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes über Jahre hinweg kein Geheimnis aus seiner rechten Gesinnung machen mußte und Helmut Roewer, ehemaliger Leiter des Dienstes in Thüringen, Neonazis als »unproblematische Gruppen« bezeichnete und heutzutage in einem als rechtsextrem eingestuften Verlag publiziert, ist etwas faul im Staate. Einzelfälle sind dies keineswegs.

Mit willfähriger Unterstützung der etablierten Medien haben Politik, Verfassungsschutz und Polizei nun eine Art Gesinnungsgemeinschaft ins Leben gerufen. Der Öffentlichkeit soll weisgemacht werden, beim »NSU« habe es sich um eine Handvoll rechter Einzeltäter gehandelt, die keineswegs von den Behörden pro...

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