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17.11.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Eine Schlüsselfigur

Welche Rolle spielte Helmut Roewer tatsächlich? Verschiedene Indizien sprechen für stramm rechte Gesinnung des ehemaligen Thüringer Verfassungsschutzchefs

Markus Bernhardt
Die bisherigen Erkenntnisse zu dem von den Neofaschisten Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe geführten »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) sprechen dafür, daß die von den Behörden geduldeten – wenn nicht gar geförderten – Terrorakte ihren Ursprung in den 1990er Jahren in Thüringen hatten. Dies und deren weitere Entwicklung war offenbar maßgeblich mit dem skandalumwitterten damaligen Behördenleiter Helmut Roewer verbunden.

Der ehemalige Bundeswehr-Panzeroffizier, der heute im als rechtsextrem eingestuften Ares-Verlag aus Graz publiziert, war von 1994 bis Herbst 2000 Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes (VS). Er fühlt sich offenbar seit jeher berufen, den Kampf gegen die politische Linke aufzunehmen, während die Beobachtung der »rechten Szene« unter seiner Leitung kostenintensiv, aber wenig ergiebig war.

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So gilt als gesichert, daß der Geheimdienst Kenntnis von den neofaschistischen Aktivitäten der ...

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