15.11.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Zuverlässig auf US-Seite

Der neue Generalsekretär Amano macht’s möglich: Im jüngsten Iran-Bericht der IAEA werden alte Verdächtigungen zu neuen Tatsachen befördert

Knut Mellenthin
Seit vorigem Dienstag ist ein Bericht des Generaldirektors der Internationalen Atomenergiebehörde (International Atomic Energy Agency – IAEA), Jukija Amano, über die »mögliche militärische Dimensionen des iranischen Atomprogramms« im Internet zu lesen. Noch bevor der Report überhaupt abgeschlossen und den 151 Mitgliedsstaaten der IAEA zugeleitet war, hatten die Mainstreammedien schon mehrere Tage lang Gerüchte über dessen mutmaßlichen Inhalt verbreitet. Vieles davon erwies sich inzwischen als unwahr. Darunter sämtliche Spekulationen, daß der Iran »bereits über das notwendige Knowhow für die Produktion einer Atombombe verfügt« oder gar »in wenigen Monaten Nuklearwaffen besitzen könnte«. Derartige Vermutungen kommen in Amanos Bericht nicht vor.

Nach der massiven Einstimmung auf »ganz neue Erkenntnisse«, die angeblich von der IAEA präsentiert werden sollten, mußte auch die Tatsache überraschen, daß überwiegend Behauptungen und Annahmen vorgetragen wer...

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