14.11.2011 / Thema / Seite 10

Ein Klassiker

Position. Was sich von Antonio Gramsci lernen läßt. Eine Replik auf Hans-Peter Brenner

Leo Mayer
Die Theorien von Marx, Engels, Lenin und anderer Denker des wissenschaftlichen Sozialismus wie Luxemburg, Gramsci lassen uns vieles begreifen, wenn wir sie nicht als ›starre Orthodoxie‹, sondern im kritischen und dialektischen Sinne verstehen und anwenden.«

Diese Passage in den Politischen Thesen des Sekretariats der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP)1 hat Hans-Peter Brenner derart in Rage gebracht, daß er in zwei Ausgaben der jW (6./7.9.11) darüber hergefallen ist. Die »theoretischen Grundlagen« der DKP sieht er in Gefahr, weil sie »in Beliebigkeit« zerfallen würden. Geradezu als Lästerung empfindet er, daß mit dieser Aussage Rosa Luxemburg und Antonio Gramsci »auf demselben politischen und theoretischen Rang« wie »die bisher vertrauten drei ›Großen‹« stehen würden. Und er weiß auch warum ausgerechnet Luxemburg und Gramsci: »Luxemburg und Gramsci sollen endgültig zu Protagonisten eines nichtleninistischen oder gar antilen...

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