11.11.2011 / Ausland / Seite 7

Störende Sozialauflagen

US-Einzelhandelskonzern Walmart verschärft die Ausbeutung im südlichen Afrika

Christian Selz, Port Elizabeth
Es war ein anschauliches Beispiel für die Doppelzüngigkeit eines globalen Konzerns auf dem Vormarsch nach Afrika, das die US-Einzelhandelskette Walmart am vergangenen Freitag im namibischen Windhuk lieferte. Bis zuletzt hatten die Anwälte des Konzerns versucht, den Obersten Gerichtshof Namibias zur Rücknahme von Sozialauflagen zu bewegen. Das Gericht untermauerte schließlich die Bedingungen und wies sie zur Überprüfung ins Industrie- und Handelsministerium zurück – ein Schritt, gegen den Walmart sich wegen angeblicher Befangenheit des zuständigen Ministers Hage Geingob heftig gewehrt hatte.

Walmart hatte im Mai dieses Jahres 51 Prozent der südafrikanischen Einzelhandelskette Massmart übernommen, die mit Filialen und Tochterunternehmen in insgesamt 15 afrikanischen Ländern vertreten ist, darunter auch Namibia. Nach anfänglicher Kritik auch aus südafrikanischen Regierungskreisen genehmigte das Wettbewerbstribunal in Johannesburg schließlich die Fusio...

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