10.11.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Große Stimmungsmache

Aufpeitschung von Emotionen: Medialer Alarmismus über IAEA-Bericht zum Atomprogramm Teherans ist inhaltlich durch nichts zu begründen

Knut Mellenthin
Als »Quelle einer neuen Steigerung der Spannungen« hat das russische Außenministerium am Mittwoch den am Vortag bekanntgewordenen neuen Bericht des Generaldirektors der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA über das iranische Kernenergieprogramm verurteilt. Die Veröffentlichung von Auszügen aus dem Papier sei »von einer destruktiven Logik getrieben« und ziele auf die »absichtliche Zerstörung des politisch-diplomatisches Prozesses«. Rußland sei darüber besonders »enttäuscht und bestürzt« angesichts der Tatsache, daß es gerade jetzt gewisse Chancen für eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen Iran und der Sechsergruppe– zu der neben Rußland auch die USA, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland gehören – gegeben habe. Man müsse den Bericht »in einer ruhigen Atmosphäre analysieren«, um zu entscheiden, ob es darin wirklich neue, verläßliche Erkenntnisse gibt – »oder ob wir es mit einer bewußten – und kontraproduktiven &nda...

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