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07.11.2011 / Inland / Seite 4

Abriß dauert 60 Jahre

Rückbau des brandenburgischen AKW Rheinsberg beansprucht viel Zeit und Geld

Max Eckart
Atomkraftwerke belasten Menschen und Haushalte auch nach ihrer Abschaltung noch jahrzehntelang. Für das kleine frühere DDR-AKW Rheinsberg nannte die Bundesregierung jetzt erstmals konkrete Zahlen. Demnach wird der Abriß noch mindestens 60 Jahre dauern.

Viele Ostdeutsche kannten das AKW Rheinsberg zumindest vom Sehen. Das Kontrollzentrum des Reaktors zierte die Rückseite des Zehn-Mark-Scheins der DDR. Rheinsberg war das erste kommerziell genutzte Kernkraftwerk des Landes. Ab 1960 wurde es auf einer Landenge zwischen dem Nehmitzsee und dem Großen Stechlinsee in Brandenburg errichtet und ging 1966 in Betrieb. Der Reaktor sowjetischen Typs brachte es gerade mal auf eine elektrische Bruttoleistung von 70 Megawatt. 1990 wurde Rheinsberg wegen erheblicher Sicherheitsbedenken im Zuge des Einigungsvertrages stillgelegt. Die reguläre Abschaltung war für 1992 geplant.

Der Rückbau, wie der Abriß genannt wird, begann 1995. Beauftragt wurden damit die Energiewerke No...



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