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17.06.2000 / Ansichten

Wie schwer trifft US-Blockade Kubas Gesundheitssystem?

jW sprach mit Nélido Gonzáles, Vizedirektor des Nationalinstituts für Radiobiologie und Onkologie in Havanna

(Er organisiert die Projekte der Hilfsorganisation mediCuba, die an diesem Wochenende in Berlin ihre Jahresversammlung durchführt)

F: Kuba ist in seiner Entwicklung durch die US-Blockade nach wie vor beeinträchtigt. In welchen Ausmaß wird der Alltag des kubanischen Volkes von dieser Tatsache beeinflußt?

Es ist wahr, daß im kubanischen Alltag dieses Problem spürbar ist. Die Auswirkungen sind hart und betreffen alle wichtigen Sektoren: Nahrungsmittel, Transport, Elektrizität und natürlich auch Bereiche des Gesundheitswesens. Der Etat des Gesundheitsministeriums in Devisen hat sich während der vergangenen Jahre halbiert. Die Blockade - und nicht etwa das »Embargo«, eine Wortwahl, die das inhumane Wesen dieser Methode verschleiert - verhindert, daß wir Zugriff auf wichtige Medikamente haben. Uns fehlen neue Antibiotika und zytostatische Medikamente zur Krebsbehandlung. Die Patente für diese Medikamente gehören transnationalen US- Konzernen, die ihre Produkte ni...

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