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17.06.2000 / Ansichten / Seite 0

Gegen den Streik wurde ein psychologischer Krieg geführt

Julia Escalante de Haro und Ricardo Cayetano Martínez, Studenten der Autonomen Nationaluniversität Mexikos (UNAM), berichten über die Situation der Studentenbewegung

F: Am 6. Februar wurde die Besetzung der Nationalen Autonomen Universität in Mexiko- Stadt nach neun Monaten gewaltsam beendet. Kommt die Räumung des Campus dem Ende der Studentenbewegung gleich?

Julia: Nein, der Streik und die Besetzung des Campus war nur eine spezifische Ausdrucksform des Kampfes. Dieser Kampf wird aber weitergeführt, weil unsere Forderungen nach wie vor nicht erfüllt wurden. Die Studentenbewegung hat sich seit Januar neu formiert und neue Formen und Strategien entwickelt. Der Streik ist eine Sache, die Bewegung eine andere, den Streik umfassende.

Ricardo: Nach dem harten Angriff des Staatsapparates war die Bewegung kurzzeitig paralysiert. Die neuen Kampfformen bestehen nicht zwangsweise darin, daß wir wieder Fakultäten besetzen oder zu Streiks aufrufen. Es geht nun darum, die staatlichen Autoritäten anzugreifen. Wir versuchen, die staatliche Macht zurückzudrängen, wo immer es geht. Gleichzeitig vertiefen wir die Zusammenarbeit mi...

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