25.10.2011 / Ausland / Seite 7

Alle lieben TIPNIS

Boliviens Präsident Morales akzeptiert Forderungen der Protestler und verbietet Straßenbau in Schutzgebiet

Benjamin Beutler
Mit einem Paukenschlag hat Boliviens Präsident Evo Morales den Konflikt um den Bau einer Straße durch das »Indigene Territorium Nationalpark Isiboro Sécure« (TIPNIS) für beigelegt erklärt. »Das Thema TIPNIS ist erledigt«, so Morales auf einer Pressekonferenz am Wochenende. Am Montag trat das Parlament, in dem die »Bewegung zum Sozialismus« (MAS) die Zwei-Drittel-Mehrheit hat, zusammen, um über die Annahme des Präsidialvetos zum endgültigen Aus des umstrittenen 177 Kilometer langen »Teilstücks II« zu beraten. Derweil gingen die Gespräche zwischen Regierung und TIPNIS-Demonstranten in entspannter Atmosphäre in die nächste Runde.

Der Befreiungsschlag durch den MAS-Chef ist ein Erfolg des Indigenen-Protestes gegen den Straßenbau. Rund 1500 TIPNIS-Bewohner hatten sich Mitte August auf den 650-Kilometer-Fußmarsch nach La Paz gemacht, um den Bau zu verhindern. Seit Freitag verhandeln Morales und eine Delegation des Protestmarsches im Palacio Quemado über einen ...

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