17.10.2011 / Inland / Seite 4

Ringvorlesung mit Militärs in Tübingen

Ausrichter der NATO-Sicherheitskonferenz in München an Uni berufen. Zivilklausel soll ausgehebelt werden

Matthias Rude
Die grüne Universitätsstadt Tübingen hat ein Imageproblem: Sie wird im öffentlichen Bewußtsein zunehmend mit Militärforschung assoziiert. »Frieden schaffen mit Chemiewaffen« und »Forschen für die Bundeswehr« titelte beispielsweise die taz Ende September.

Die Eberhard-Karls-Universität beteiligt sich an Militärforschungsprogrammen, obwohl das eine Zivilklausel in der Grundordnung der Hochschule verbietet. Die Klausel wurde im Rahmen der studentischen Proteste im Winter 2009/10 erkämpft und lautet: »Lehre, Forschung und Studium an der Universität sollen friedlichen Zwecken dienen, das Zusammenleben der Völker bereichern und im Bewußtsein der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen erfolgen.« Doch: »Die Zivilklausel interessiert die Uni überhaupt nicht«, urteilt die in Tübingen ansässige Informationsstelle Militarisierung (IMI).Im Auftrag des Verteidigungsministeriums wird an...

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