Der Schwarze Kanal
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13.06.2000 / Feuilleton / Seite 0

Oper ohne Marmor

Mozarts »Don Giovanni« an der Berliner Lindenoper

Stefan Amzoll

Einmal anders, hieß wohl das Konzept. Man erinnere sich der stets etwas steifen Aufführungen Mozartscher Opern, auch des »Giovanni«, an der Deutschen Staatsoper - und man ist angetan von diesem neuen Wurf. Regie führte ein Mann der Sprechbühne, Thomas Langhoff. Wenn etwas, dann war das - wider die Unkenrufe im Vorfeld und die Buher im Nachfeld - der größte Gewinn. Erste Dirigenten, Chöre, Musiker, Sängerinnen und Sänger hat und bindet das Haus Gott sei Dank sowieso. Das ist das mindeste - die Premiere am Freitag belegte es zum xten Male. Umsicht und hohe Musikalität Daniel Barenboims, Dirigent der Aufführung, sind nicht hoch genug zu schätzen. Doch fehlt häufig die lebensvolle, weltverbundene Draufsicht aufs Ganze, der Springpunkt, der, wenn auch sonst alles funktioniert, Oper erst zum Blühen bringt, der sie ersprießlich macht fürs heutige Bewußtsein.

Das Stehoperntum, die reine Nummernvirtuosität, läßt diese Inszenierung - trotz mancher Relikte - hinter s...

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