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13.06.2000 / Ausland / Seite 0

Neue Phase der Ungewißheit

Israel rechnet nach Tod Assads mit längerer Verhandlungspause im Nahost-Friedensprozeß

Amos Wollin, Tel Aviv

Der Zufall wollte es, daß Hafez el Assad am gleichen Tag gestorben ist, an dem Israel im Jahre 1967 die Golan-Höhen von Syrien erobert hat. Israelischerseits wird nun - kurz nach Assads Tod - zugegeben, daß der syrische Präsident seit vielen Jahren (zumindest zwei Jahrzehnten) bereit war, Frieden mit Israel zu schließen, unter der Bedingung, daß die seit 1967 besetzten Gebiete, der gesamte Golan, an Syrien zurückerstattet wird. Dies blieb Assads Bedingung, die Israel bisher nicht zu erfüllen bereit war. Auch in den letzten Verhandlungsphasen, die mit Hilfe des US-Präsidenten geführt wurden, hatte der israelische Regierungschef Ehud Barak immer noch die Rückerstattung eines Landstreifens am nordöstlichen Ufer des Sees Genezaret (Tiberiassee) abgelehnt. Da Clinton im März bei seiner letzten Zusammenkunft mit Assad in Genf den israelischen Standpunkt unterstützte und damit Syriens Erwartungen enttäuschte, brachen die Kontakte ab.

Die Aussichten auf eine Einig...

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