13.10.2011 / Wissenschaft & Umwelt / Seite 15

Nachhaltig gestört

Ein Klassiker für die »Volksmassen« der Atomkraftkritiker in neuer Ausgabe: »Friedlich in die Katastrophe« von Holger Strohm

Markus Mohr
Im Oktober 1973 verlegte der linksradiale Kleinverlag Association aus Hamburg 3500 Exemplare des Buches von Holger Strohm »Friedlich in die Katastrophe«. Der Untertitel lautete schlicht: »Eine Dokumentation über Kernkraftwerke«. Zu diesem Zeitpunkt waren die Dörfer Whyl, Lichtenmoor, Brokdorf, Gorleben, Grohnde und Kalkar über den Einzugsbereich der anliegenden Nachbargemeinden hinaus in der Bundesrepublik gänzlich unbekannt. Über diese moderne Form der Energiegewinnung wurde bislang nicht öffentlich debattiert. Und dann kam dieser 31jährige gelernte Berufsschullehrer daher und bescheinigte dem »Strahlenschutz«, daß er »keiner ist«. Er schrieb ohne Autorenhonorar über »Schäden durch geringe Strahlendosen«, über Sabotage, Unfallrisiken, »aufgetretene Störfälle« und Atommüll. In den Schlußkapiteln diskutierte er über »Mögliche Alternativen« und die »Macht und Ohnmacht der Bürgerinitiativen«. Das wurde damals in der BRD nicht gerne gehört. Strohm war bei Ers...

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