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10.06.2000 / Ausland / Seite 0

Schützenhilfe aus dem Kreml

Jelzin half NATO aus dem Jugoslawien-Dilemma. Aufbegehren der Militärs (Teil 1)

Rainer Rupp

Viele werden sich noch an die Fernsehbilder in den Abendnachrichten vom 12. 6. 1999 erinnern: Gepanzerte russische Kolonnen donnerten im Eiltempo über die serbische Autobahn in Richtung Slatina im Kosovo. Auf ihrem Weg wurden die Russen überall von Jugoslawen bejubelt. Nach elf traumatischen Wochen konnte die Bevölkerung wieder das erste Mal ohne Angst vor NATO-Bomben schlafen gehen.

Denn wenige Tage zuvor, am 9. Juni, war in dem Städtchen Kumonova an der Grenze zwischen Kosovo und Mazedonien das militärisch-technische Abkommen zwischen der NATO und der Regierung in Belgrad unterzeichnet worden, das tags darauf das Ende der NATO-Angriffe bedeutete, die sich schon seit Wochen zunehmend gegen zivile Ziele gerichtet hatten.

Die NATO, die einen kurzen Krieg erwartet hatte, hatte sich in den Wochen zuvor konzeptionslos immer tiefer in eine Sackgasse manövriert. Einen für die eigene Truppe verlustreichen Bodenkrieg hatte US-Präsident William Clinton von...

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