01.10.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Madeiras krummes Ding

»Kolossal«: Rechter Provinzfilz reißt Portugal noch tiefer ins Schuldenloch. Sparprogramm läßt Wirtschaft schrumpfen

Peter Steiniger
Der Appetit auf süße Madeira-Bananen dürfte den Regierenden in Lissabon derzeit vergangen sein. Die versteckten Schulden der portugiesischen Inselgruppe im Atlantik beherrschen die Schlagzeilen. Am 9. Oktober stehen dort Regionalwahlen an. Ausgaben in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro hatte die dortige Administration vor den Lissaboner Behörden verschleiert. Das »Loch von Madeira«, wie es hier heißt, ist jedoch noch um einiges tiefer oder – in den Worten von Pedro Passos Coelho, Ministerpräsident von der Mitte-Rechts-Partei PSD, »kolossal«. Die direkten und indirekten Schulden der autonomen Region mit weitgehenden Selbstverwaltungsrechten belaufen sich auf satte 5,8 Mil­liarden Euro, wie Alberto João Jardim, Präsident der Regionalregierung und Chef des madeirensischen PSD-Ablegers, mittlerweile einräumte. Wegen mangelhafter Haushaltsführung stufte die Ratingagentur Moody´s die Kreditwürdigkeit der Regionalregierung Madeiras umgehend um zwei Stu...

Artikel-Länge: 5771 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe