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13.09.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Kampf gegen Belo Monte

Geplantes Megastaudammprojekt im Amazonas wird gravierende Folgen für die Menschen und die Umwelt haben.

Niema Movassat
Wachstum. Immer mehr Wachstum – um jeden Preis. Das ist die Zauberformel, mit der die brasilianische Regierung das Land seit Jahren voranbringt. Seit der Einführung des exportorientierten Wachstumsmodells mit Beginn der Amtszeit des ehemaligen Präsidenten Luis Inácio »Lula« da Silva 2003 hat sich die Wirtschaftskraft des Landes verdoppelt, 40 Millionen Brasilianer sind in den vergangenen Jahren in die Mittelschicht aufgestiegen, annähernd 20 Millionen Brasilianer konnten sich aus der Armut befreien.

Doch das Modell birgt auch viel Schatten. Die ökologischen Probleme sind enorm. Nicht zuletzt deshalb trat die prominente ehemalige Umweltministerin Marina Silva 2008 von ihrem ministeramt zurück. Heute streitet sie für ein anderes Entwicklungsmodell in Brasilien, das den Schutz der Umwelt höher ansetzt als die rücksichtslose Durchsetzung der Wachstumsziele. Denn daß im Rahmen dieses Modells Menschen ihr Heim und ihre Existenz verlieren, von der Mafia u...

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