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07.09.2011 / Ausland / Seite 7

Chaos befürchtet

Libyscher Übergangsrat für Rußland unberechenbar. Gespräche über ­wirtschaftliche Beziehungen angekündigt. Andreas Korn, Moskau

Andreas Korn, Moskau
Moskau hatte dem Krieg der westlichen Staatengemeinschaft gegen Libyen nichts entgegenzusetzen. Angebote, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln, liefen ins Leere. Nach der Einnahme von Tripolis durch die Truppen des libyschen Übergangsrates hat sich Moskau nun schnell den neuen Realitäten gestellt und als fünfundsiebzigstes Land den libyschen Übergangsrat anerkannt.

Zur russischen Position vor Beginn des Krieges – kein Veto im Sicherheitsrat gegen die Resolution 1973 – habe es keine Alternativen gegeben, meint der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Konstantin Kosatschow, der sich in seinem Blog »aufrichtig freut«, daß sich das libysche Volk »von der Diktatur befreit hat«. Doch der einflußreiche Außenpolitiker bleibt skeptisch: »Nicht weniger aufrichtig wünsche ich, daß für das Volk selbst nun wirklich alles Unglück endet und keine neue Diktatur oder ein blutiges Chaos triumphiert«. Rußland hat immer wieder die Sorge geäußert, daß ...

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