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06.09.2011 / Inland / Seite 8

»Minijobs sind ein typisch westdeutsches Phänomen«

Im Westen gibt es 6,28 Millionen – im Osten nicht einmal eine Million. Ein besonderes Problem ist Rheinland-Pfalz. Gespräch mit Pia Müller

Pia Müller ist Landesfrauensekretärin bei ver.di in Rheinland-Pfalz

Rund 30 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen arbeiten in Minijobs, in manchen Landkreisen liegt der Anteil sogar bei über 40 Prozent. Die als Ausnahme vorgesehenen prekären Jobs sind somit zur Regel geworden. Ist das in Rheinland-Pfalz besonders drastisch? Und wenn ja, woran liegt das?

In Rheinland-Pfalz arbeitet fast jede dritte Frau in einem Minijob, in Westdeutschland insgesamt jede vierte Frau. Minijobs sind ein typisch westdeutsches Phänomen. Im Westen gibt es 6,28 Millionen Minijobber insgesamt – im Osten nicht einmal eine Million. Ostdeutsche Frauen hatten schon zu DDR-Zeiten eine bessere Kinderbetreuung, sie waren insofern gewohnt, auch mit Kindern Vollzeit zu arbeiten – während Westfrauen schon immer versucht haben, familiäre Pflichten mit der Arbeit zu vereinbaren und Teilzeit arbeiteten.

Ost-Frauen sind insofern – »nur« – ungefähr wie die Männer, etwa zu ...


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