05.09.2011 / Ausland / Seite 7

Spitzeltreff

Franzosen, Schweizer, Briten – Beim G-8-Gipfel in Heiligendamm ­tummelten sich jede Menge verdeckte Ermittler

Matthias Monroy
Die Anwesenheit ausländischer Spitzel beim G-8-Gipfel 2007 in Heiligendamm ist immerhin zum Teil öffentlich geworden. Demnach waren mindestens rund ein Dutzend verdeckte Ermittler im Einsatz, die meisten von ihnen von der britischen Polizei. Zögerlich sickerte durch, daß auch noch ein anderer Staat eigene Ermittler schickte. Nach neuen Informationen der Schweizer Wochenzeitung WOZ ist dies aber allenfalls die halbe Wahrheit.

Im Interview mit einem ehemaligen Informanten des Schweizer Staatschutzes fördert der Journalist Dinu Gautier Erstaunliches zutage: Der Spitzel war von einer Mitschülerin gefragt worden, ob er sich vorstellen könne, Informationen aus der »linksextremen Szene« zu beschaffen. Er war zu diesem Zeitpunkt 19 Jahre alt und besuchte die Abschlußklasse des Gymnasiums. Neben der Polizei scheint aber der Geheimdienst Fäden gezogen zu haben: Der Staatsschutz arbeitete laut WOZ eng mit der Zentrale des damaligen »Dienstes für Analyse und Prävent...

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