Der Schwarze Kanal
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31.08.2011 / Inland / Seite 4

Sprungbrett – ins Abseits

Unternehmer-Thinktank läßt gutachten: Billigjob als Chance zum Aufstieg zum »Normalverdiener« – für gerade mal ein Viertel der Menschen im Niedriglohnsektor

Jana Frielinghaus
Die Reihenfolge sagt viel: Erst das politische Statement des Auftraggebers, dann die Vorstellung der eher wenig belastbaren Daten. Am Dienstag stellte Hubertus Pellengahr in Berlin ein Gutachten des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) unter dem Titel »Der Niedriglohnsektor in Deutschland: Entwicklung, Struktur und individuelle Erwerbsverläufe« vor. Pellengahr ist Geschäftsführer des mächtigen Unternehmer-Thinktanks »Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft« (INSM), der die Untersuchung in Auftrag gegeben hat. Entsprechend fiel das Ergebnis aus, das Pellengahr zufolge vor allem eins belegt: Niedriglöhne seien in Deutschland »Einstiegslöhne« für eine später besser bezahlte Beschäftigung.

Diese These wird im Gutachten ausschließlich dadurch belegt, daß pro Jahr 24 Prozent der Menschen mit Niedriglohnjobs in die Gruppe der »Normalverdiener« aufsteigen. Daß der Billigjob folglich für drei Viertel der Betroffenen eine Sackgasse ist – für die Experten ...

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