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25.08.2011 / Feuilleton / Seite 12

Die Sinne überfluten

Anarcho-Kino: »Lollipop Monster« ist das krachende Regiedebüt von Ziska Riemann

Vincent Streichhahn
Was für ein Geschlechtsakt. Ein Mädchen besorgt es ihrem Lover, und ein anderes Mädchen hämmert von hinten mit dem Schürhaken auf den Jungen ein. Blut spritzt. Danach chillen die beiden erst mal neben dem leblosen Körper. Stille. Die gerufenen Eltern verscharren anschließend die Leiche im Garten. Das Blut wird noch fein bürgerlich aufgewischt. Und da ist sie wieder, die schöne heile Welt.

Mit dem Film »Lollipop Monster« gibt die 38jährige Comiczeichnerin Ziska Riemann ihr krachendes Regiedebüt. Sie wurde bekannt durch ihre Zusammenarbeit mit Seyfried, dessen Hippiehumor sie punkig verdüsterte. In ihrem ersten Film »läßt sie die Welten zweier Mädchen aufeinander prallen, die phänotypisch nicht unterschiedlicher sein könnten. Die beiden Protagonistinnen, das sind Oona (Sarah Horvath), der depressionsgeplagte Emo mit Hang zur dunkel anmutenden Gothicwelt, und die bunt gekleidete Lolita Ari (Jella Haase). Der Kontrast zwischen ihnen ist heftig. Dennoch verbi...

Artikel-Länge: 3120 Zeichen

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