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25.08.2011 / Feuilleton / Seite 12

Wiederholt gequält

Nach dem Intendantenwechsel: »Demian, die Geschichte einer Jugend«, das erste Gastpiel im Berliner Gripstheater

Anja Röhl
Alle waren gespannt auf die erste Aufführung unter der neuen Intendanz des Stefan Fischer-Fels im Berliner Grips. Geboten wurde eine Adaption von »Demian, die Geschichte einer Jugend«, einem frühen Werk von Hermann Hesse aus dem Jahr 1917, unter der Regie von Daniela Löffner, die das schon letztes Jahr in Düsseldorf aufgeführt hatte. Es geht darin um die Befreiung eines Jugendlichen aus seinen Kindheitsfesseln, um den Weg »zu sich selbst«. Das Gastspiel wurde angekündigt als ein Beispiel für die »Handschrift« und für die Möglichkeiten des neuen Intendanten.

Hesse hat nun einige sehr gute Sachen über die Kindheit in patriarchal-wilhelminischen Familien geschrieben. Darüber, wie wenig emotionalen Schutz es dort hinter all den oberflächlichen Liebesbekundungen in Wahrheit gab. Hesses Jugenderlebnisse ähneln denen von Thomas Mann, die er 1903 in »Tonio Kröger« beschrieben hat. Beider Protagonist wird zwischen heftigen Gefühlen hin- und hergerissen, die ihn s...

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