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24.08.2011 / Ausland / Seite 6

Hunderte Tote im Südsudan

Nach Überfällen auf die Stadt Pieri und zwölf Dörfer Hunderttausende Menschen auf der Flucht

Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Stämmen sind im Südsudan nach Angaben der örtlichen UN-Mission mindestens 600 Menschen getötet worden. Seit dem Beginn der Zusammenstöße im Bundesstaat Jonglei am vergangenen Donnerstag seien zudem fast tausend Menschen verletzt worden, sagte UN-Sprecher Farhan Haq am Montag. Ein UN-Team wurde in den an Äthiopien grenzenden Bundesstaat im Osten des Landes entsandt. Die Leiterin der UN-Mission im Südsudan, Hilde Johnson, rief zu Zurückhaltung auf. Der Gouverneur von Jonglei, Kuol Manyang Juuk, hatte am Freitag gesagt, die Kämpfe hätten in dem Teilstaat Bier begonnen. Mitglieder des Murle-Stammes würden verdächtigt, Dörfer des Lou-Nuer-Stammes in Bier angegriffen, Vieh geraubt und Frauen und Kinder entführt zu haben.

Der Südsudan hatte Anfang Juli seine Unabhängigkeit vom Norden erklärt. Die Teilung des bis dahin größten Landes auf dem afrikanischen Kontinent nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg war in einem Referend...

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