23.08.2011 / Inland / Seite 4

Niedriglohnland Ostseeküste

Prekäre Beschäftigungsverhältnisse in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Vormarsch

Jörn Boewe
Prekäre Beschäftigungsbedingungen breiten sich aus, und besonders schnell tun sie das im Nordosten. Darauf hat der DGB-Bezirk Nord in einer kürzlich veröffentlichten Studie aufmerksam gemacht. Danach arbeiten 40,8 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern im Niedriglohnsektor. Das bedeutet, sie verdienen weniger als zwei Drittel des gesamtdeutschen Me­dianlohns – also des »mittleren Entgelts«. Die so definierte Niedriglohngrenze lag 2009 bei 1784 Euro brutto für einen Vollzeitjob. Immerhin fast ein Viertel (23,8 Prozent) lag sogar noch unter der wesentlich niedrigeren ostdeutschen Niedriglohnschwelle von 1367 Euro. Bei den weiblichen Beschäftigten trifft dies praktisch auf ein Drittel zu.

Interessant ist, wie der Wirtschaftsaufschwung nach der Krise von 2007/08 die Arbeitsverhältnisse verändert hat. So verzeichnet die Studie des DGB von 2008 bis 2010 in Mecklenburg-Vorpommern einen Rückgang der Vollzeitarbeits...

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