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22.08.2011 / Ausland / Seite 6

Suizid im Flüchtlingslager

Chef der australischen Ärzteschaft kritisiert Asylpolitik. Selbstverletzungen von Internierten nehmen zu

Thomas Berger
In Australien wächst der Druck auf die Regierung, eine Abkehr vom derzeit praktizierten System der zwangsweisen Internierung von Bootsflüchtlingen vorzunehmen. Nicht nur geben neue Untersuchungen alarmierende Hinweise auf steigende Fälle von selbstgefährdenden Aktionen. Auch der Chef der australischen Ärzteschaft hat sich nun explizit gegen die gängige Praxis ausgesprochen, auf dem Meeresweg ankommende Asylsuchende für den Zeitraum der Bearbeitung ihres Antrages in abgelegenen Lagern unterzubringen.

Steve Hambleton, der Vorsitzende der Australian Medical Association (AMA), nutzte in der vergangenen Woche das jährliche Fest der AMA, um in Anwesenheit der sozialdemokratischen Premierministerin Julia Gillard wie auch des konservativen Oppositionsführers Tony Abbott offene Worte der Mahnung und Kritik an die beiden Spitzenpolitiker zu richten. Nachdrücklich forderte er die Vorsitzenden der größten Parteien auf, nach einer Lösung zu suchen, die mit dem bisher...

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