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20.08.2011 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Über die Armutsindustrie

Reinhard Jellen
Um die Richtigkeit der Hartz-IV-Reformen zu beweisen, wird auf die niedrigere Arbeitslosenquote verwiesen. Allerdings werden dort beispielsweise die 1,6 Millionen Arbeitslosen nicht aufgeführt, die eine sogenannte »Maßnahme« besuchen müssen. Aus diesem Grunde hat sich eine mit staatlichen Geldern finanzierte »Maßnahmenindustrie« entwickelt, die zwar nicht für positive Resultate auf dem ersten Arbeitsmarkt sorgt, aber in erheblichem Maße dazu beiträgt, den Propagandaapparat pro Hartz IV am Laufen zu halten. Denn außer, daß die Reallöhne im mittleren und unteren Bereich sinken und sich prekäre Arbeitsverhältnisse ausweiten, hat Hartz IV tatsächlich wenige Effekte auf dem ersten Arbeitsmarkt generiert.

Als Druckmittel auf Lohnabhängige eignen sich die Arbeitsmarkt-»Reformen« somit ausgezeichnet. Auf der Strecke bleiben die Menschen, die in die Maschinerie des Hartz-IV-Betriebes gerat...

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