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17.08.2011 / Ausland / Seite 7

Hunderte Kilometer Fußmarsch

Boliviens Indigene demonstrieren gegen ein Infrastrukturprojekt der Regierung

Benjamin Beutler
Mit einem Aufruf zu Verhandlungen hat Boliviens Präsident Evo Morales am Montag abend (Ortszeit) auf einen Protestmarsch von rund 600 Indígenas reagiert, der sich wenige Stunden zuvor vom amazonischen Tiefland aus auf den rund 850 Kilometer langen Fußweg in Richtung La Paz, dem bolivianischen Regierungssitz, gemacht hat. Die Demonstranten wehren sich gegen den geplanten Bau einer Straße, die durch das »Indigene Territorium Nationalpark Isiboro Sécure« (TIPNIS) im Herzen des Andenlandes führen soll. »Wir haben sie zu Verhandlungen eingeladen, aber sie nehmen am Dialog nicht teil«, kritisierte Morales die »politische Aktion« von Indigenen, Umweltorganisationen und Stiftungen, die von privaten Rundfunk- und Fernsehstationen unterstützt werden. Was die »mehr oder weniger ungesunden Medien« nicht zeigten, seien Bauern, Transportunternehmer und Geschäftsleute, die sich für den Straßenbau stark machen, prangerte auch Infrastrukturminister Walter Delgadillo an un...

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