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17.08.2011 / Feuilleton / Seite 12

Tiger trifft Ochse

Irgendwie um die Ecke: Ein Bielefelder Exmaoist erzählt vom Alltag aus China

Ralf Fischer
Christian Y. Schmidt hat in seinem Leben Glück gehabt. Der ehemalige Maoist aus Bielefeld ist im Gegensatz zu vielen seiner früheren Genossen weder für die Nazis im Gefängnis wie Horst Mahler noch wie Bernd Ziesemer in der Chef­etage des Handelsblatts gelandet. Ganz im Gegenteil, der Exredakteur der Satirezeitschrift Titanic lebt seit 2005 in China, dem Heimatland des Maoismus. Von dort berichtet er zweiwöchentlich für die taz über den Alltag in einem Land, das sich gerade aufmacht, die Welt neu zu ordnen.

Auch in China kann man von einem taz-Honorar nicht wirklich überleben, also müssen für Schmidt weitere Veröffentlichungen her, unter anderem Bücher über seine alltäglichen Beobachtungen in China. Dabei fällt er völlig aus dem von hiesigen Medien vorgegebenen Rahmen. Denen ist es egal, ob es sich um Uiguren, Tibeter oder Wanderarbeiter handelt, wichtig ist nur, daß sie gegen die chinesische Regierung rebellieren. Darüber wird dann genüßlich berichtet. O...

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