12.08.2011 / Ausland / Seite 6

Tödliche Drohnen

Britische Journalisten veröffentlichen Untersuchung über Geheimkrieg der CIA in Nordwestpakistan

Knut Mellenthin
Bei den illegalen Drohnenangriffen des US-Geheimdienstes CIA auf Ziele in Pakistan wurden bisher zwischen 385 und 775 Zivilisten getötet, darunter mindestens 164 Kinder. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die am Mittwoch auf der Website des Bureau of Investigative Journalism in London veröffentlicht wurde. Der Untersuchung liegen rund 2000 Zeitungsartikel, Zeugenaussagen, Vor-Ort-Berichte von Nichtregierungsorganisationen und Anwälten, Einschätzungen ehemaliger Geheimdienstleute, aber auch geheime Dokumente der US-Regierung zugrunde. Die CIA macht grundsätzlich keine Angaben über Zahl, Ziele und Folgen ihrer Drohneneinsätze. Inoffiziell verlautet aber aus Regierungskreisen, daß es nicht mehr als 50 zivile Todesopfer gegeben habe.

Der umfangreichen Studie der unabhängigen Journalistengruppe zufolge fanden seit 2004 insgesamt 291 Drohnenangriffe statt. Die meisten dieser Einsätze, nämlich 236, fielen in die Amtszeit von Präsident Barack Obama. Durchschn...

Artikel-Länge: 3578 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe