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11.08.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

»Orange Day« in Vietnam

Der Tod kam auch aus Ingelheim: Vor 50 starteten die USA ihren chemischen Krieg gegen den Kommunismus in Südostasien. Ein deutscher Konzern half dabei

Sebastian Carlens
Am Anfang fielen die Blätter von den Bäumen. Reispflanzungen gingen ein, der Dschungel verdorrte. Später starben die Menschen. Genau 50 Jahre sind vergangen, seit die USA im Krieg gegen den südvietnamesischen Vietcong erstmals Vorstufen des Entlaubungsmittels Agent Orange einsetzten, um ganze Landstriche biologisch abzutöten. Die Rückzugswege der vietnamesischen Guerilla sollten auf diese Art für amerikanische Luftangriffe offengelegt, den Reisbauern die ökonomische Grundlage entzogen werden.

Chemischer Feldversuch

Der 10. August ist in Vietnam »­Orange Day«. Kein Feier-, sondern ein Gedenktag. Am 10. August 1961 begannen die US-Streitkräfte in Vietnam mit der Operation »Ranch Hand« (Erntehelfer), der großflächigen Versprühung von dioxinverseuchten Entlaubungsmitteln. Auch am gestrigen Mittwoch erinnerten die Vietnamesen an die Opfer eines heimtückischen, nicht sichtbaren Giftes, das noch immer in Millionen Litern im Boden, in den Pflanzen und damit auch ...

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