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11.08.2011 / Feuilleton / Seite 13

Joaquin Phoenix aus der Asche

»I’m Still Here« ist eine halbwegs gelungene »Mockumentary« über die Abgründe des Starsystems Hollywood und die Albernheiten des Rapgeschäfts

Rafik Will
Ein Kameraflug über das scheinbar endlose Grün des tropischen Regenwaldes. Dann der kleine Joaquin auf einem Felsen vor einem Wasserfall, und sein Vater, der zum gelungenen Sprung applaudiert. Die Phoenix-Geschwister, wie sie im Stil der Jackson Five synchron singen und tanzen, während einer von ihnen Gitarre spielt.

Ganz bewußt werden diese Homevideoausschnitte in weicher und verwackelter Super-8-Qualität an den Anfang dieser gefaketen Dokumentation (»Mockumentary«) gestellt. Im Herbst 2008, nach dem Ende der Dreharbeiten zu »Two Lovers«, kündigte der Schauspieler Joaquin Phoenix an, er wolle seinen Beruf nicht länger ausüben und statt dessen eine Karriere als Rapper starten. Hier beginnt die Inszenierung – ausgeheckt von Phoenix und seinem Schwager Casey Affleck (ja, dem Bruder von Ben Affleck, Hollywood ist nun mal ein inzestuöses Dorf), der mit diesem Film sein Regiedebüt hinlegt.

Joaquin Phoenix spielte zwei Jahre lang, rund um die Uhr die Ro...



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