09.08.2011 / Ausland / Seite 7

Twitter ist schuld

Nach Unruhen in London. Abgeordneter macht soziales Netzwerk mitverantwortlich

Christian Bunke, Manchester
Seit die konservativ-liberale Regierung Großbritanniens mit ihren Kürzungsorgien begann, wurde darüber spekuliert, in welcher Stadt es die ersten Unruhen geben würde. Manchester, Liverpool, Birmingham und London waren die Kandidaten. Mit den Krawallen in Londoner Stadtteil Tottenham vom Wochenende hat die Hauptstadt nun das Rennen gewonnen. Nach dem Tod eines vierfachen Familienvaters durch eine Polizeikugel hatten aufgebrachte Anwohner in dem Stadtteil randaliert. Zahlreiche Personen wurden bei den bis zum Montag andauernden Protesten verletzt.

Die soziale Lage in den Banlieues britischer Großstädte hatte bereits in vergangenen Jahrzehnten immer wieder zu Massenunruhen geführt. Den letzten Aufstand erlebte Tottenham im Oktober 1985. Damals starb die 49jährige Cynthia Jarrett während einer polizeilichen Hausdurchsuchung. Nach einer Kundgebung gegen Polizeigewalt, an der sich 100 Menschen beteiligten, kam es zu tagelangen Ausschreitungen.

Seitdem hat sic...



Artikel-Länge: 3761 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe