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06.08.2011 / Ausland / Seite 7

Vertreibung durch Wohnungsbau

UN-Hilfsorganisation kritisiert israelische Siedlungspolitik

Karin Leukefeld
Das israelische Innenministe­rium hat am Donnerstag den Bau von 900 neuen Wohneinheiten in einer Siedlung bei Ostjerusalem genehmigt. Gebaut werden sollen sie in Har Homa, das von den Palästinensern Abu Ghnaim genannt wird. Der Ausbau sei bereits vor zwei Jahren bewilligt worden, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Die Siedlung liegt unmittelbar neben Bethlehem in der von Israel besetzten Westbank und gilt deshalb nach dem Völkerrecht als illegal. Die israelischen Behörden betrachten sie jedoch als Teil des Jerusalemer Stadtgebiets.

Ostjerusalem wurde während des Sechstagekrieges 1967 von Israel besetzt und später völkerrechtswidrig annektiert. Inzwischen beansprucht die israelische Regierung ganz Jerusalem als »ewige, unteilbare« Hauptstadt eines jüdischen Staates. Heute leben in Ostjerusalem 200000 Israelis unter 270000 Palästinensern, während dort 1967 noch 660000 Palästinenser wohnten. In Siedlungen, die in der Westbank errichtet wurden, leben in...

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