04.08.2011 / Feuilleton / Seite 12

Für Oskar Behrendt

Ein Stolperstein in Gelsenkirchen

Christoph Ludszuweit

Ein Stolperstein erinnert seit Montag in Gelsenkirchen an Oskar Behrendt (1902–1933). Nachfahren des ehemals sehr bekannten KPD-Mitglieds brachten die Brille des Ermordeten und das Türschild mit zum Verlegeort, das in den 30er Jahren in der Küppersbuschstraße 25 angebracht war, seiner letzten Adresse.

Geboren wurde Behrendt am 27. August 1902 in Schönebeck, Kreis Calbe. Aus seiner ersten Ehe ging eine Tochter namens Anneliese hervor. Seine zweite mit Erna Klaiberg wurde 1927 in Gelsenkirchen geschlossen, der gemeinsame Sohn Werner 1929 geboren.

Oskar Behrendt war Chefredakteur des Ruhr-Echo, Stadtverordneter für die KPD und Bezirkssekretär Ruhr der Roten Hilfe, einer Solidaritätsorganisation zur Unterstützung »proletarischer Klassenkämpfer, die wegen einer aus politischen Gründen begangenen Handlung oder wegen ihrer politischen Gesinnung in Haft« waren sowie »der Frauen und Kinder von inhaftierten, gefallenen oder invaliden Klassenkämpfern«.

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