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20.05.2000 / Ausland / Seite 0

Eritrea hat zu hoch gepokert

Gegen Äthiopien gerichtete Politik reizte den großen Nachbarn, der nun im Vormarsch ist

Anton Holberg

Als die eritreische Regierung unter Präsident Issaias Afewerki vor zwei Jahren unter Berufung auf die Grenzziehungen der italienischen Kolonialmacht ihre Armee in Bewegung setzte, um ein paar öde Gebiete aus der Hand der Äthiopier zu »befreien«, hat sie offensichtlich ein Eigentor geschossen. Zwar ist die eritreische Armee fast so groß wie die äthiopische, obwohl Eritrea eine Bevölkerung von nur 3,5 Millionen Menschen gegenüber 58 Millionen in Äthiopien hat.

Zwei Jahre Krieg mit Schlachten im Stil des Ersten Weltkriegs, bei denen etwa im vergangen Sommer in nur drei Tagen auf beiden Seiten 20 000 Soldaten fielen, und insbesondere die neue äthiopische Offensive vom 12. Mai haben jedoch deutlich gemacht, daß Eritrea auf Dauer verlieren muß.

Nach 30 Jahren Befreiungskrieg - dem längsten auf dem Kontinent - erlangte die ehemalige italienische Kolonie Eritrea, die später vom kaiserlichen Äthiopien annektiert wurde, unter Führung der einst als marxistisch auftret...

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