30.07.2011 / Thema / Seite 10

»Nadelöhr« Kopfbahnhof

Hintergrund. Bei der Beurteilung von »Stuttgart 21« nur auf »Effizienz« zu achten, ist falsch – doch selbst hier haben die Kritiker des Mammutprojekts die besseren Argumente

Winfried Wolf
Heiner Geißlers Bemühen, am vergangenen Freitag beim Milliardenprojekt »Stuttgart 21« (»S21«) erneut zu schlichten, läuft auf eine grandiose Vereinfachung der Thematik hinaus. Es zählt nur Technik, Effizienz und damit die Behauptung, »›S21‹ kann 30 Prozent mehr«.

Nun schrieb Geißler in seinem sogenannten Schlichterspruch vom 30. November 2010: »Ich hatte mir zunächst überlegt, eine Abwägung und Beurteilung zu allen wichtigen Streitpunkten vorzunehmen, also zur verkehrlichen Leistungsfähigkeit, zum Betriebskonzept, zu Ökologie, Städteplanung, Geologie und zur Finanzierung.«

Eine solche »Abwägung« nahm er aber nicht vor, denn ein solches Vorgehen »hätte mit Sicherheit jeden Zeitrahmen gesprengt«. Der Grund für diese Reduktion bei der Bewertung des größten europäischen Bahnhofsprojekts lag allerdings sicher nicht im knappen Zeitbudget. Eine breite Erörterung aller Themen hätte die Verkündung eines Schlichterspruchs vielleicht auf Anfang Janua...



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