27.07.2011 / Antifa / Seite 15

Zwist unter Freunden

»Eichsfelder Heimattag« könnte Neonazis vom »nationalen Antikriegstag« in Dortmund fernhalten. Widerstand gegen die rechten Veranstaltungen gibt es an beiden Orten

Kai Budler
In Thüringen konnten die Rechten im vergangenen Jahr durchschnittlich an jedem zweiten Wochenende ein Neonazikonzert besuchen. Die Mobile Beratung (MOBIT) in Thüringen zählte 2010 landesweit 27 Konzerte mit einem rechtsextremen Hintergrund. Damit rangiert Thüringen auf Platz vier der Bundesländer mit den meisten derartigen Konzerten. Die Zahl solcher Veranstaltungen könnte in diesem Jahr weiter anwachsen: Zum »Eichsfelder Heimattag« erwartet der mehrfach vorbestrafte Neonazi Thorsten Heise am 3.September nach eigenen Angaben etwa 1000 Besucher in Leinefelde.

Bereits vor der Anmeldung waren Heises Pläne bekanntgeworden und in rechtsextremen Foren auf scharfe Kritik gestoßen. Jener 3. September ist einer von drei Terminen der Thüringer NPD, die mit festen Daten der Neonaziszene konkurrieren. In diesem Fall trifft es den Aufmarsch zum »nationalen Antikriegstag«, der seit 2005 am ersten September-Wochenende in Dortmund stattfindet. Die Szene reagiert mit Bes...

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