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23.07.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Märkte sind zufrieden

Euro-Gipfel stellt neue Griechenland-Hilfen unter Beteiligung der Banken in Aussicht. Trotz steigender Kurse und Eigenlob der Beteiligten sind die Probleme ungelöst

Rainer Rupp
Der große Wurf ist dem Euro-Krisengipfel am Donnerstag nicht gelungen. Trotz allseitigen Jubelns der EU-Eliten, trotz »Zufriedenheit« der »Märkte« wurde die Lösung der Finanzprobleme Griechenlands lediglich weiter hinausgeschoben. Daran ändert auch das zweite Rettungspakt im Volumen von 109 Milliarden Euro nichts, das zu einem Viertel vom deutschen Steuerzahler, also dem kleinen Mann, getragen werden muß. Wie zuvor geht das Geld auch diesmal nicht in erster Linie an die Griechen, sondern an deren Gläubiger – die internationalen Großbanken und Versicherungsunternehmen. Als kleines Zugeständnis der EU ist zu werten, daß die Zinsen, die Athen seinen »Rettern« zu zahlen hat, auf ein erträglicheres Niveau abgesenkt wurden: von 6,5 auf 3,5 Prozent.

Wer in Brüssel einen Schuldenschnitt erwartet hat, der wurde enttäuscht. Im kapitalistischen System gibt es zwar den Bankrott, der u.a. dazu da ist, aus einer hoffnungslosen Überschuldung herauszukommen und di...

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