Der Schwarze Kanal
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14.07.2011 / 73 / Seite 15

A wie Kung-Ekoka

Gibt es so etwas wie einen linguistischen Gründereffekt? Neuere Erkenntnisse zu den Ursprüngen der Sprache

Frank Ufen
Vor 50 Jahren erregte der deutsche Übersetzer und Dolmetscher Richard Fester mit abenteuerlichen Schlußfolgerungen einiges Aufsehen. Gestützt auf die Hypothese, daß sämtliche Sprachen der Welt einen gemeinsamen Ursprung hätten, verglich er fünf Millionen Wörter aus mehr als 100 Sprachen miteinander, um die Urwörter der Menschheit herauszufiltern. Schließlich glaubte er, die sechs ältesten überhaupt rekonstruiert zu haben: »ba«, »kall«, »tal«, »tag«, »os« - und »acq«, das »Wasser« bedeuten soll.

Die professionelle Linguistik erkennt Festers spekulative Ableitungen nach wie vor nicht an. Doch seine Annahme einer einmaligen Entstehung der menschlichen Sprache hat einiges für sich. Sie wird nun auch gestützt von Erkenntnissen, zu denen der neuseeländische Kulturanthropologe und Evolutionspsychologe Quentin Atkinson (Universität Auckland) gelangt ist. Er berichtete darüber kürzlich im Wissenschaftsjournal Science (Nr. 332, S. 346–349).

Daß der Homo sap...



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