Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Dienstag, 20. August 2019, Nr. 192
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
09.07.2011 / Geschichte / Seite 15

Großer Crash

Vor 80 Jahren: Die deutschen Banken stecken tief in der Krise

Reiner Zilkenat
Am 13. Juli 1931 wird fast überall in Deutschland die Polizei in Alarmbereitschaft versetzt. Die viertgrößte Bank des Landes, die Darmstädter und Nationalbank (DaNat-Bank), hat ihre Zahlungsunfähigkeit erklärt und die Schalter geschlossen. Die Befürchtung, daß auch andere Kreditinstitute über keine ausreichenden Barbestände verfügen könnten, löst den Run auf die Banken aus. Im Laufe des Tages wird klar: Sie verfügen nicht über genügend Liquidität, um die Auszahlungswünsche ihrer Kunden befriedigen zu können. Die Reichsregierung unter Heinrich Brüning will Zeit gewinnen, um die Lage unter Kontrolle zu bekommen, und erwirkt mit Hilfe von Notverordnungen die Verkündung sogenannter Bankfeiertage: Am 14. und 15. Juli ruht der Zahlungsverkehr, in den Tagen danach dürfen lediglich Auszahlungen für Löhne, Gehälter, Arbeitslosenunterstützungen, Steuern und ähnliche Zwecke erfolgen. Zugleich wird die staatliche Devisenbewirtschaftung eingeführt, die unter anderem e...

Artikel-Länge: 9659 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €