17.06.2011 / Feuilleton / Seite 12

Schwer auf die Nerven

Man könnte auch Kitsch dazu sagen: Terrence Malicks Schöpfungsmythos »The Tree of Life«

Peer Schmitt
Man kann nicht sagen, man bekäme in »The Tree of Life«, dem erst fünften Spielfilm des legendär scheuen Regisseurs Terrence Malick in 38 Jahren, fürs Geld nichts geboten. Schließlich handelt er u.a. von der Erschaffung der Welt, dem göttlichen Funken, dem Urknall. Und zwar nicht im übertragenen Sinne, das alles ist wirklich zu sehen, so wie in den Discovery-Channel-Filmchen, die dafür gemacht sind, den Leuten zu zeigen, was für kleine Lichtlein sie doch sind im Vergleich zu den ganz großen Lichtern in der weiten Nähe des Wesens aller Dinge.

Endlich also mal wieder ein Film, der authentisch durchgeknallt ist und dennoch 34 Millionen Dollar gekostet hat. Gar nicht so viel für die Geschichte der Evolution von der Ursuppe bis zum Garten Eden bzw. zum Vorgarten im Suburb des texanischen Städtchen Waco in den 1950ern. Danach scheint irgendwie Schluß gewesen zu sein, die Welt zu Ende. Sean Penn sagt es in einer Sequenz, die ungefähr in der Gegenwart spielt, gan...

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