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01.06.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Tiger aus dem Käfig

Chinas Wirtschaft wird von dem »Raubtier« Inflation bedroht. Vor allem steigende Energiepreise bremsen den Boom und zehren am Ersparten der Massen

Rainer Rupp
»Die Inflation ist wie ein Tiger«, warnte Wen Jiabao auf seiner Abschlußrede vor dem Volkskongreß Mitte März. »Wenn man ihn erst einmal rausgelassen hat, ist es sehr schwer, ihn wieder in den Käfig zu sperren«, so Chinas Ministerpräsident. Jetzt, zwei Monate später, streift die große Raubkatze weitgehend unbehelligt durch die chinesische Preislandschaft und jagt den Einwohnern des Reiches der Mitte gehörige Schrecken ein.

Die einfachen Menschen haben angesichts rasanter Teuerung für Lebensmittel (zehn Prozent und mehr) Angst, daß ihr Haushaltsgeld nicht mehr reicht und ihre mühsam erarbeiteten Ersparnisse von der nimmersatten Bestie aufgefressen werden. Die Staatsführung macht sich Sorgen um den sozialen Frieden. In Peking weiß man, wie schnell sich der bescheidene Wohlstand der Massen durch drastische Geldentwertung verflüchtigen kann. Auch in Washington und in den europäischen Hauptstädten herrscht Verdruß über das freilaufende Raubtier in der Volksrep...

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